Leistung
Photovoltaik-Reinigung


Verschmutzte Module liefern weniger Strom. Wie viel weniger, hängt stark vom Standort ab, und genau da wird in dieser Branche gern übertrieben.
Wann es sich rechnet
Flache Neigungswinkel unter 15 Grad. Regen läuft zu langsam ab, um selbst zu reinigen. Hier setzt sich über Jahre ein Film aus Staub, Pollen und Abgasrückständen.
Landwirtschaftliche Umgebung. Staub aus der Feldbewirtschaftung und Ammoniak aus Tierhaltung bilden eine hartnäckige Schicht.
Unter Baumbestand. Im Fünfseenland und im Würmtal die häufigste Ursache: Blütenstaub, Harz, Vogelkot und Laub am unteren Modulrand, wo sich eine dauerhafte Verschattungskante bildet.
Nach der Dachreinigung. Wo Moosreste über die Module gelaufen sind, gehört beides zusammen erledigt.
Wann nicht
Bei Steildächern ab etwa 30 Grad Neigung, in ländlicher Lage ohne Baumbestand und ohne Landwirtschaft, reinigt der Regen die Module weitgehend selbst. Ertragsverluste liegen dann im niedrigen einstelligen Prozentbereich, und eine jährliche Reinigung kostet mehr, als sie einbringt.
Ein Betrieb, der Ihnen ohne Blick auf Neigung und Umgebung eine jährliche Reinigung verkaufen will, verkauft ein Abo, keine Leistung.
Wie gearbeitet wird
Entmineralisiertes Wasser, rotierende Bürste mit weichem Besatz, Teleskopstange vom Boden oder vom Gerüst. Kein Hochdruck, keine scharfen Reiniger, keine Klingen: Beides beschädigt die Antireflexschicht und kann Dichtungen an den Modulrändern angreifen, was zu Feuchtigkeitseintritt führt.
Entmineralisiertes Wasser deshalb, weil normales Leitungswasser beim Trocknen Kalkflecken hinterlässt, die die Verschattung eher vergrößern.
Preise
2,50 bis 6 € pro Modul, abhängig von Zugänglichkeit und Verschmutzungsgrad. Bei einer typischen 20-Modul-Anlage also grob 50 bis 120 € zuzüglich Anfahrt.